Sozialleistungen im Zusammenhang mit Corona

Viele von der „Corona-Krise“ Betroffene werden trotz der zugesagten Hilfen Schwierigkeiten haben, ihren Lebensunterhalt aktuell zu bestreiten, zumal noch nicht klar absehbar ist, ob und welchem Umfang diese Hilfen ausgezahlt werden.

Daher empfehlen wir Allen, die in diesem Zusammenhang erhebliche finanzielle Engpässe befürchten oder haben, vorsorglich beim zuständigen Jobcenter Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) zu beantragen. Ein solcher Antrag kann auch zurückgenommen werden, wenn keine Bedürftigkeit festgestellt wird.

Ein Formular hierzu finden Sie hier.

Die Bewilligung erfolgt monatsweise für die Zeit ab dem Monat des Antrages. Auch wenn Sie das Formular vielleicht zunächst nicht vollständig ausfüllen können oder noch Unterlagen fehlen, kann es im Einzelfall daher sinnvoll sein, notfalls auch ein unvollständiges Formular vor dem 31.3.2020 an das Jobcenter zu übersenden, da dann bei Bedarf die Leistungen rückwirkend ab dem 1.3.2020 bewilligt werden können. Dies hängt natürlich auch davon ab, welche Einnahmen im März noch geflossen sind.

Nach den Ankündigungen des Bundesminsiterium für Arbeit und Soziales wird es Erleichterungen bei der Gewährung der Leistungen geben, eine Vermögensprüfung wird wohl nicht erfolgen und außerdem werden vorübergehend auch unangemessene Kosten der Unterkunft bei der Bedarfsberechnung berücksichtigt. Andere Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld und Krankengeld oder das Kurzarbeitergeld und Gehaltszahlungen vom Abeitgeber sind vorrangig zu berücksichtigen. Es ist aber möglich, die Leistungen nach dem SGB II zusätzlich aufstockend zu beziehen, wenn z.B. das Kurzarbeitergeld nicht reicht.

Wenn auch Sie Beratungsbedarf in diesem Zusammenhang haben, z. B. weil Sie eine Kündigung bekommen haben oder als Betriebsrat eine entsprechende Betriebsvereinbarung mit dem Arbeitgeber verhandeln sollen, kontaktieren Sie uns!

Harald Schmit

Dr. Aiko Petersen

Christian Becker

Myriam Hitschler

Ines Hederer

Stefanie Duffner